Kürzlich habe ich angefangen aufzuräumen. Nicht halbherzig. Richtig. Schrank für Schrank. Schublade für Schublade. Ich bin nämlich fest davon überzeugt, dass man beim Aufräumen nicht nur Ordnung in der Wohnung schafft, sondern manchmal auch im eigenen Kopf. Man sortiert Dinge aus. Erinnerungen. Ballast. Vielleicht sogar ein kleines Stück von sich selbst. Mein Hund schlief währenddessen tief und

Mein Hund schaut mich an. Dann legt er den Kopf schief. Ich rede schon seit einer gefühlten Ewigkeit vor mich hin. Über Wörter. Über Grammatik. Über Sprachgeschichte. Er versteht kein einziges Wort. Oder genauer gesagt: Er versteht wahrscheinlich genau das Wesentliche. Meine Stimme. Meine Stimmung. Dass ich nachdenke. Dann gähnt er. Ich nehme das als höflichen

Kürzlich war ich wie jeden Morgen kurz nach fünf Uhr mit meinem Hund unterwegs. Der Zürichsee lag beinahe regungslos da. Die ersten Sonnenstrahlen hatten sich an ein paar feine Wolkenschleier geklebt. Eine sanfte Brise strich über das Wasser. Diese Ruhe. Diese Stille. Für einen kurzen Moment schien die Welt noch niemandem zu gehören. Noch. In einer halben Stunde würden

1. Juli 2026. 5.00 Uhr. Der Wecker klingelt. «Guten Morgen. Sie sind ausgesteuert. Herzlichen Glückwunsch.» So ungefähr hätte ich mir das vorgestellt. Eigentlich hatte ich erwartet, dass sich an meinem ersten Tag als Ausgesteuerte der gewittrige Himmel in dramatischer Manier über mir auftut. Dass aus der entstandenen Wolkenkluft mit der Stimme von Philip Maloney mir meine neue Lebenssituation entgegendröhnt. Dass